Dienstag, 25. November 2014

Nachtrag!

Die letzten 4 Tage waren wir extrem schreibfaul! Das lag einfach nur daran, dass wir jede einzelne Minute in der Memoriesbar, ohne Wifi verbracht haben :-)

Aber der Reihe nach: Ricardo ging's am Tag drauf schon wieder besser und so sind wir gemeinsam an den Strand. Er hat sich zwar noch ganz vorsichtig an alles herangetastet, aber es wurde zusehends besser. Und Abends gabs sogar schon wieder handfeste, leichte Nahrung!  Die Hundebabies haben wir auch besucht, sogar Ricardo hätte die beiden am liebsten mitgenommen!!! 


Anstatt Singha gabs dann leckere Fruchtcocktails (für Ricardo)  auch nicht schlecht :-)


Die Nachmittage hat's dann immer einen kräftigen Regenschauer gegeben, aber das haben wir mit lesen und quatschen in unserer Lieblingsbar auch immer genossen. Die Stimmung ist immer ganz besonders danach. 



Es hat dann auch ziemlich abgekühlt und an einem Tag sind wir noch im Regen ins Meer gehüpft, was wesentlich wärmer war! Was für Wellen, es hat soviel Spaß gemacht :-)

Mich hat es leider auch noch etwas zerlegt... Kaum dass Ricardo wieder fit war, hab ich die Klozelle in Beschlag genommen. Nicht so heftig wie bei ihm, dafür aber die restlichen Tage :-( 

Am letzten Tag sind wir voll bepackt vom Hotel zu Memories gewandert, das Taxi war für 15 Uhr dort bestellt. Noch einmal am Strand liegen, Sonne tanken, in die Wellen springen, die Hundebabies besuchen.... Es war schon recht traurig als wir unser Abschiedssingha bestellt haben....



Als dann unser Taxi kam hieß es Abschied nehmen, von Deao, Ching und der ganzen Familie. Die ersten Kilometer konnte ich die Tränen nicht zurückhalten, wer weiß, wann wir wieder einmal herkommen.... Um Deao müssen wir uns keine Sorgen mehr machen, er ist dort jetzt Surflehrer und hat mittlerweile ein viel besseres Selbstbewusstsein. 

Da die Prinzessin die letzten Tage auch dort beim Surfen war und kurz vor uns nach Phuket abgereist ist, waren die Straßen ziemlich leer. Die Polizei sperrt alle Straßen für den Konvoi und wir waren nur 5-10 min hinter ihr, also freie Fahrt :-)

Das Zimmer in Phuket war wirklich toll, total groß und einen riesigen privaten Pool. Trotzdem wollte ich eigentlich nur zurück.... In der Hoffung, doch noch einen letzten Sonnenuntergang zu sehn, sind wir gleich losgelaufen, auf der Suche nach ner Bar. Der Verkehr dort vor Patong ist die Hölle und Gehweg war Fehlanzeige... Die ersten beiden Bars waren muslimisch geführt - kein Alkohol, dafür aber ne Ratte die sich Richtung Küche getrollt hat! Hab jetzt noch Gänsehaut! Dann kamen 3 Restaurants, für die wir definitiv total underdressed waren... Und dann wieder ewig nix, nur Autos.... Die Kombination aus Abgasen, keine nette Bar in Sicht, meine Bauchkrämpfe, angebrochener Zeh und "ich-will-zurück-zu-memories" hat mich etwas zickig werden lassen!!! Aber so durfte der letzte Abend nicht enden und so hat mich Ricardo zuerst in ne Apotheke geschleppt, mir Medikamente und Wasser besorgt und als wir nach ca 4 km an der Strandpromenade angekommen waren, war alles wieder gut.

 Wir haben zuerst mal eine Laterne mit unseren Wünschen am Strand fliegen lassen und sind dann in ein richtig schönes und ruhiges Restaurant am Strand eingekehrt. Es ging mir soweit auch wieder ganz gut und so sind wir danach doch noch durch die Buden gebummelt, haben uns das Treiben auf der Banglaroad angeschaut und einen Absacker jenseits des Touristenwahnsinns getrunken. Völlig erschöpft sind wir gegen Mitternacht im Hotel angekommen und gleich eingeschlafen. Leider war die Nacht für mich ziemlich anstrengend und ich konnte erst ab 5 mal für ein paar Stunden am Stück Schlaf finden. Nach dem Frühstück sind wir in unseren Pool gelegen und haben bis Mittag dort relaxed, bevor wir zum allerletzten Mal packen und auschecken mussten. 

Die restliche Zeit bis wir zum Flughafen mussten haben wir mit bummeln und am Strand verbracht. Nochmals die Bilder von unseren meist einsamen Stränden im Kopf haben wir das Treiben dort beobachtet. Wie schön Thailand doch ist, wenn man an den richtigen Fleckchen die Zeit verbringt :-) 

Zum Vergleich: Strand an der Memories 


Und am Patong Beach


Mittlerweile sind wir wieder mit einem Kälteschock in Deutschland angekommen. Zweimal 6 Stunden Flug, kurzer Zwischenstop in Doha, 6 Uhr früh gelandet. Die Flipflops haben wir erst am Münchner Flughafen gegen Sneakers getauscht, um möglichst lange das Urlaubsfeeling zu behalten :-)












Freitag, 21. November 2014

Montezumas Rache!

Nach der für Ricardo extrem anstrengenden Nacht war er heute Morgen völlig fertig. Ich bin dann alleine zum Frühstück und hab ihn nochmal ein wenig schlafen lassen. Wir sind danach gemeinsam runter und haben uns in den Schatten gelegt. Leider wurde das Zimmer ewig nicht gemacht und Ricardo wollte aber solange abwarten um sich dann ungestört wieder ins Bett legen zu können. Bin irgendwann an die Rezeption und die haben sich sofort darum gekümmert. Nachdem der Kranke wieder im Bett lag bin ich rüber zur Memoriesbar, wo mich Deao gleich auf ne Liege verfrachtet und mich ganz lieb umsorgt hat. Außer Ricardo hat mir nix gefehlt.... IQ, Deao's Hund hat Babies bekommen, die er mir gezeigt hat - sowas süßes, muss da morgen unbedingt wieder hin und Fotos machen (für Corinna!). Außer ein paar komischen Blicken, die ich immer geerntet habe, wenn Deao des Weges kam und "everything ok, Mom" gefragt hat, ist nix passiert.... Das einzigst Lustige war, als ich zwei Frauen dabei beobachtet hatte, wie sie durch die Lagune sind, welche sich bei Flut immer füllt (ein paar Meter weiter links ist eine Brücke!)





Nach ein paar Stunden bin ich wieder ins Krankenlager, Ricardo wollte noch ein bischen die Gegend erkunden. Aber das sollte noch nicht sein, immer noch fiebrig und ziemlich schlapp hat er sich gleich wieder hingelegt. Bin alleine los, auf der Suche nach einem Minimarkt, paar Kekse, Tee und Suppe einkaufen. Minimarkt hab ich zwar irgendwann gefunden, aber nix brauchbares für einen gereizten Magen :-( 



Wieder zurück, hat Ricardo sich aus dem Bett geschält und wir sind an der Hotelstrandbar ne Kleinigkeit essen gewesen. Zumindest ein bischen Gemüse und Reis.... Eine kleine Runde durch die Anlage haben wir noch gedreht, aber die Magenkrämpfe kamen recht schnell wieder. Mit ein paar Tropfen gegen die Krämpfe hat er sich wieder schlafen gelegt, ich hab noch ein bischen auf dem Balkon gesessen und gelesen. 



Memories

Wir sind morgens gleich nach dem Frühstück abgehauen. Am Strand waren schon etliche Touristen, die darauf gewartet haben, ein Longtail mit 8 Personen voll zu bekommen. Nach Aonang wollten immerhin schon 3, mit uns 5... Wir hatten aber nicht wirklich Lust noch lange zu warten und so hat Ricardo die anderen 3 angesprochen, ob sie nicht auch lieber die 50 Bath (1 Euro) drauflegen, aber dafür gleich loskönnen. Hat auch geklappt und so konnten wir uns recht flott von Tonsai verabschieden. Hier noch das Foto vom Strand....


In Aonang mussten wir dann noch ne ganze Weile auf den Minibus warten. Wenn auch schon etwas überfüllt, aber er kam. Jetzt kann's losgehn nach Khao Lak, mehr passt nicht mehr rein! Doch weit gefehlt, Platz ist in der kleinsten Hütte bzw Minibus und es kamen tatsächlich noch 4 weitere Personen mit Gepäck dazu. Zwei Stunden hat die Fahrt gedauert. Auch wenn Khao Lak kein besonders schöner Ort ist, die Erinnerungen an letztes Jahr waren dafür umso schöner :-) Angekommen im Hotel, was wirklich sehr schön ist, wollten wir so schnell wie möglich unsere Sachen loswerden um an die Strandbar zu kommen. Ein kleines Hindernis gab es aber noch zu überwinden, das war definitiv nicht das von uns gebuchte Zimmer! Also wieder zurück an die Rezeption um das Missverständnis aufzuklären. Alles kein Problem, mit der uns liebgewordenen Freundlichkeit der Thais wurde uns das richtige Zimmer innerhalb ner viertel Stunde zur Verfügung gestellt. Juhu, endlich angekommen und alles gut :-) jetzt aber rüber zur Memoriesbar, waren gespannt ob Deao da war. Es hat auch nicht lange gedauert, da haben wir ihn entdeckt und kurz darauf er uns. Was für ein schönes Wiedersehn, er konnte es gar nicht glauben dass wir tatsächlich wieder gekommen sind. Haben uns von dort nicht mehr wegbewegt und den Sundowner und Abend in vollen Zügen genossen. In der Dämmerung sind auf einmal Büffel oder sowas ähnliches des Strand entlang gelaufen und die Hunde haben dann für ein richtiges Spektakel gesorgt!




Ein Päarchen aus Freiburg hat uns den Tip gegeben einen Tagesausflug in den Khao Sok Nationalpark zu machen und die Erzählungen waren wirklich toll. Vielleicht übermorgen, sind ja 4 Tage hier. Irgendwann wurde Ricardo recht still, es ging ihm nicht gut. Sind dann gegen 22 Uhr rüber ins Zimmer und da fing der Spaß so richtig an. Die ganze Nacht hat er das Badezimmer besetzt und sich wohl einen anständigen Magen-Darm-Virus eingefangen, mit Fieber und allem drum und dran... So ein Scheiss, hoffen sehr, dass es schnell besser wird...






Donnerstag, 20. November 2014

Auf der Suche nach Mee

Die Nacht war kurz! Rechts von mir hat Ricardo den Schlaf der Gerechten geschlafen, kaum dass er im Bett lag gab er schnarchähnliche Geräusche von sich. Und links haben die Bars bis 2 sich gegenseitig mit Reggaebeats überboten.... Aber die Sonne schien und mit blauem Himmel schaut alles nur noch halb so schlimm aus :-)

Nach dem Frühstück sind wir an den Felsen entlang zum Raileybeach, auf der Suche nach nem guten Kaffee, welchen wir in Railey East auch gefunden und genossen haben. Da wir schon mal soweit "drüben" waren haben wir kurzerhand beschlossen zu unserem Resort von vor 2 Jahren zu laufen. Das war damals das erste Resort nach dem Bangkokstop, in unserem ersten Thailandurlaub. Dort sind wir zum ersten Mal auf einen dieser vollgechillten, verrückten Thais getroffen, Mee, mit dem wir die Nacht durchgefeiert hatten. Woraufhin er zwei Tage in seinem Kämmerlein hinter der Bar durchgepennt hat und wir ihn nicht mehr zu Gesicht bekamen.... Wir waren sehr gespannt, ob er noch da war! Die Bar stand noch, allerdings vollgestellt mit Gerümpel und allerlei Schrott. Irgendwo lief auch Musik, aber Mee haben wir leider nicht gesehn. 
Auf dem Rückweg nach Railey haben wir uns in ne nette Bar gelegt und gelesen. Vor 2 Jahren war die noch nicht da, dort hätten wir sonst sicher Stammplätze in der Hängematte gehabt ;-)


Der Plan war eigentlich, uns nachmittags an den Beach zu werfen. Da hat uns das herannahende Gewitter aber einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Anders als im Golf von Thailand sind die Regenfälle auf dieser Seite weit weniger heftig, dafür regnet es sich so richtig schôn ein. Als das Schlimmste vorbei war sind wir wieder zurück ins Resort wo wir wie gebadete Hunde nach einem Kletterabenteuer heil angekommen sind. Auf ner Veranda saß ne total kleine und hübsche Katze, welche uns ganz jämmerlich anmiaut hat, woraufhin ich gleich wieder los bin und Thunfisch eingekauft habe. Die ist vielleicht was drüber hergefallen und ist uns dann natürlich hinterher :-) 



Irgendwann hatte es sogar aufgehört zu regnen und so sind wir abends noch ein letztes Mal durch die wenigen Gassen gezogen und in ein paar Bars eingekehrt. Echt schade, dass wir den alten "Charme " von Tonsai nicht mehr erleben konnten, eine kleine Vorstellung konnten uns die übrig gebliebenen Bars vermitteln.



 So sind wir aber froh morgen wieder weiter zu reisen und freuen uns auf ein Wiedersehn mit Deao in der Memories Bar in Khao Lak. 

Mittwoch, 19. November 2014

Schock - wir wollen hier weg!!!!!

Haben wieder mal sehr gut geschlafen und obwohl es am Vorabend etwas später wurde, sind wir sehr zeitig aufgewacht. Ein letztes Mal Sonnenaufgang, die letzten zwei Stationen sind gen Westen. 



Nach dem Frühstück, natürlich mit Won auf dem Schoß, haben wir schnell gepackt, ausgecheckt und noch bis Mittag am Beach gelegen. Ricardo hat sich noch ne Massage verordnet und kam sehr entspannt pünktlich zur Abfahrt zurück. 




Angekommen am Pier von Phi Phi, haben wir unsere Rücksäcke gesattelt und sind durch die Menschenmengen auf die Suche nach ner netten Bar gewesen, wo wir die 2 Stunden Wartezeit verbringen konnten. Gesucht und irgendwann gefunden, haben wir das Treiben sowohl auf dem Meer wie auch an Land beobachtet - hier geht's zu wie am Stachus....

Um 15.30 Uhr ging dann die Fähre Richtung Railey Tonsai. Noch auf dem Meer wurden wir auf ein Longtailboot verfrachtet und mit 4-5 anderen zum Strand gebracht. Bereits auf halber Strecke wurde mir schlecht und auch Ricardo ist das Gesicht stehen geblieben.  Aufgrund mehrerer Reiseberichte wollten wir unbedingt dorthin, weils dort so "abgefahren" wäre. Was sich uns an Ausblick auf den Strand geboten hatte, war einfach nur gruselig und absolut schrecklich - das nicht sehr breite Stück Land sah einfach nur aus wie ne Müllkippe für ganz Thailand! Foto hab ich vor lauter Schock gar nicht gemacht, wird nachgereicht für all diejenigen, die es noch anders kennen! Als das Longtail angelegt hatte, war klar, hier sind wir tatsächlich am Tonsai, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.... Ein Pickup brachte uns zum gebuchten Resort, das sauber und ordentlich ist, aber der Blick auf die allgegenwärtige Müllkippe Richtung Strand hatte nur das erste Gefühl verstärkt: "wir wollen hier so schnell wie nur möglich wieder weg!"  

Nachdem wir unsere Sachen im Bungalow abgestellt hatten, sind wir los, wir brauchten erstmal ein Bier! Sind den Weg entlang zum anderen Ende des Strandes gelaufen, vom Boot aus konnte man eine einzelne Strandbar ausmachen.  Vor uns liefen 4 Deutsche, welche wir am Strand dann angesprochen haben, um zu fragen, ob es einen Weg zum schönen Strand von Railey West gibt. Die 4 waren schon des Öfteren am Tonsaibeach und konnten die Reiseberichte bestätigen, dass es noch letztes Jahr sehr schön hier war, mit jeder Menge Buden, Strandbars und Feuershows. Vor ein paar Wochen wurde hier alles dem Erdboden gleichgemacht und abgerissen!!! Ein Investor aus Bangkok hat das Land gekauft und erschafft etwas Neues hier. Was genau wussten selbst die Einheimischen nicht.... Das Wissen macht es zwar nicht schöner, aber es ändert zumindest das Gefühl auf der Müllkippe zu leben. 

Katrin, die wir auf dem Longtailboot kennengelernt haben kam auch gerade des Weges. So sind wir gemeinsam an die Bar, direkt unter den Felsen und die Stimmung wurde zusehends besser. Die übriggebliebene Bar, war auch wirklich ganz schön und neben Katrin sind wir noch mit einem Schweizer ins Gespräch gekommen. So haben wir den Abend dort verbracht und entschieden am nächsten Morgen nach Railey West zu laufen, dort den Tag zu verbringen und auch die zweite gebuchte Nacht hier zu bleiben. 







Dienstag, 18. November 2014

Durch den Dschungel

Haben in unserer Höhle sehr gut geschlafen. Höhle deswegen, weil wir den Stoff rund ums Bett der als Moskitonetz dient komplett verrammelt haben. Wie gesagt, der Dschungel hat viele Bewohner und nachdem das Bad offen ist.... 


Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir am Strand, hätte ich mir ja nicht träumen lassen, dass ich im Urlaub freiwillig jeden Morgen um 6 aufstehe!!!! Vielleicht gewöhne ich mich ja so daran, dass ich künftig pünktlich in der Arbeit bin ;-)


Beim Frühstück, lecker Pancake mit Banane und Chocolate, hat es sich Won, die Strandkatze auf mir gemütlich gemacht :-) Als sie nach ner halben Stunde genug Streicheleinheiten hatte, konnten wir an den Strand ein bischen Sonnen und Schnorcheln. Bei Ebbe ist man allerdings gefährlich nahe an den Steinen und den Korallen.... 


Kurz nach Mittag sind wir mit dem Longtailboot rüber zur Touristenhochburg. Wahnsinn was da Boote angelegt sind und wieviele Touristen den Strand bevölkern, was mag da nur zur Hochsaison los sein! Gut, dass die alle nach ner Stunde wieder abtransportiert werden. Trotzdem waren wir wieder mal froh, alles richtig gemacht zu haben und am idyllischen anderen Ende der Insel gestrandet sind :-) 

Das Wasser in der Bucht war so seicht, man konnte locker 100m und mehr durch das warme Meer waten. Es war wirklich Pipi-Wasser, so warm und somit war klar, woher der Name der Insel stammte ;-)


Gegen späten Nachmittag sind wir zum Viewpoint hoch marschiert und ja, es war schon wieder steil!!! Uns lief das Wasser nur so runter, soviel Singha konnten wir gar nicht trinken ;-) angekommen am Viewpoint 1, waren wir überrascht, dass es doch so schnell ging. Haben die Aussicht genossen, einem russischen selbstverliebten Päarchen beim FotoShooting zugesehen und gewartet bis das Donnergrollen und der kurze Regen vorbeigezogen waren. Danach zum Viewpoint 2, der Weg hat uns nochmal mindestens 1 Liter Blut und Schweiß gekostet, aber es hat sich gelohnt. Mit uns waren noch hundert andere auf dem Plateau und haben wild fotografierend auf den Sonnenuntergang gewartet. Würden die pro Foto 10 Bath verlangen (25 Cent), die wären stinkreich!!! Leider war der ganze Bereich muslimisch, deshalb gabs anstatt Singha Coconut und Lemonshake. Die Sonne ging hinter einer dicken Wolke und der Insel unter, trotzdem war's total schön :-)


Als es "vorbei" war sind wir durch den Dschungel zurück zum Resort gelaufen. Ab dem Moment war ich den Muslimen dankbar für die Besetzung des Viewpoints und für das Alkoholverbot. Ich kam wirklich an meine Grenzen und bin Ricardo leise vor mich "hinwimmernd" hinterhergedackelt. Ab und zu hab ich gesungen um mich abzulenken.... Ein kleiner Trampelpfad ging da durch den dunklen Dschungel, es waren zum Glück immer wieder Schilder wo es zum Resort ging und trotzdem war ich immer wieder unsicher, ob wir auch die richtige Abzweigung genommen haben. Die Schatten welche unsere Taschenlampen geworfen haben, die unzähligen Geräusche und der nicht enden wollende Dschungel können durchaus neben Adrenalin auch "Angstpipi" erzeugen - Mann, was musste ich auf Toilette! Ich glaub, Ricardo fands lustig und ich irgendwann auch, als wir die Lichter vom Resort entdeckt haben :-) Selbst nach der kalten Dusche wollte es einfach nicht aufhören nachzuschwitzen! Jetzt hatten wir uns aber das erste Singha des Tages so richtig verdient, was wir an der Bar auch umgehend bestellt haben. Den Abend haben wir abwechselnd an der Bar und im Restaurant verbracht. Der Adrenalinrausch ist langsam einem anderen gewichen und so haben wir uns irgendwann wieder in unsere Höhle zurückgezogen :-)

Gestrandet

Wir mussten leider schon um 6.30 Uhr morgens mit dem Taxi zum Pier, sonst hätten wir es sicher noch ganz lange in dem weichen Bett ausgehalten (in der Regel sind die Matratzen ganz schön hart!). Ein langer Reisetag stand uns bevor: 7.15 Fähre nach Surat Thani, dann Minibus nach Krabistadt, dann Gefangenentransport zum Pier (Platz für ca 15 mit Gepäck, wir waren locker 30 mit Gepäck!), nochmal Fähre nach Phi Phi und zuletzt Longtailboot zum Resort. Ankunft 17.30 Uhr. Dazwischen: warten, warten, warten... Und wenn wir mit warten fertig waren, nochmal warten ;-) 




Lief aber alles problemlos (auch das warten!) war wirklich gut organisiert. Für den Seegang konnten die ja nix, das letzte Stück mit dem Longtail wäre ich beinahe gestorben vor Angst. Mann, war ich froh heile an der Rezeption zu sitzen. 

Unser Bungalow war steil oben am Berg, aber der kleine Thai hat es sich nicht nehmen lassen und hat beide Rucksäcke hochgetragen.... Irgendwie ist es in diesem Thailandstep ständig steil, sehr steil oder extrem steil! Thailandurlaub for runaways!

Unsere Befürchtungen dass es uns schwer fallen wird vom Luxus wieder auf Low Budget umzusteigen waren sofort weggewischt, als wir den neuen Bungalow betreten haben. Es gab zwar nur kaltes Wasser zum Duschen, was aber bei andauernden 30 Grad gar nicht schlimm ist. 





Durstig nach der langen Reise sind wir zuerst an der Strandbar eingefallen um uns anschließend im Beachrestaurant ein wirklich gutes Fish & Prawn BBQ einzuverleiben. Nach einem Absacker an der Bar sind wir in unserem Dschungelbungalow sicher nicht alleine, aber sehr seelig in den Schlaf gefallen. 

Montag, 17. November 2014

Upgrade...

Der vorherige Abend hat uns ganz schön dahingerafft und so hat uns selbst die Sonne morgens nicht gleich wach bekommen! Kurz nach 7 sind wir aber trotzdem aus den Federn gekrabbelt, mussten ja um 10 Uhr schon mit Sack und Pack bereitstehen. Scheinbar waren wir heut Nacht nicht alleine, vor unserem Bungalow lagen drei treue Seelen, die sich riesig gefreut haben, als wir die Türe geöffnet haben :-) nach einem kurzen Hüpfer ins Meer und einem Frühstück mit Begleitschutz, haben wir unsere Rucksäcke gepackt. So schnell konnten wir gar nicht schauen, hatten wir schon Besuch....


Die drei haben uns noch einige Meter hinter dem Taxi herlaufend begleitet und gebührend verabschiedet. Jetzt geht's zur letzten Station, bevor wir die lange Reise auf "die andere Seite" antreten. 

Aber was ist das???? Gibt's eine Steigerung von Paradies???? Als wir den ersten Schritt in die neue Unterkunft getan haben, blieb uns beiden gleichzeitig die Spucke weg: das war das Upgrade im Paradies! Es gibt keine Worte, das zu beschreiben, es war einfach unglaublich, sensationell schön....




Nachdem wir uns so ein kleines bischen gefangen hatten, haben wir uns aufgemacht die Anlage zu erkunden und sofort Stellung am Meer bezogen. Gaaaanz alleine am Strand, keine Menschenseele! Haben drei Liegen und eine Sonneninsel belegt, den Ausblick und einen leckeren Fruchtshake genossen!




Ricardo hat sich ne ewiglange Massage gegönnt, ich hab gelesen, bin den Strand abgelaufen und hab am Meer gesessen. Als ein anderes Päarchen aufgetaucht ist, hab ich mich doch tatsächlich gestört gefühlt ;-) Mein Strand!

Gegen 17 Uhr sind wir losgezogen und einem Tip Ricardos bewegungssüchtigem Bruder folgend auf die Top Rock Bar gekraxelt. (Dani, hätte der zu gehabt, mein Fluch wär dir sicher gewesen - so aber mein ewiger Dank!). Wenn man erst mal oben angekommen ist, wurde man mit einem fantastischen Blick belohnt! Ein neuer Freund hat schon auf uns gewartet: Wauwau (der hieß wirklich so) hat sich sogleich auf meiner Matte ausgebreitet!


Außer uns kam noch ein anderes Päarchen und mind 5 Familienmitglieder. Inmitten der Familie haben wir einen fantastischen Sonnenuntergang beobachtet. Die Sonne selbst war hinter Wolken versteckt, aber das anschließende Farbenspiel wollte nicht enden und wurde immer schöner....




Nur schwer konnte ich mich von dort trennen, aber Ricardos Hunger und die Aussicht mit mehr als zwei Singhas da runter zu müssen, waren Argument genug. 

Im Resort haben wir noch ein sehr romantisches Abendessen genossen. 

Bis dahin haben wir unseren Privatpool noch gar nicht genutzt, was wir aber nachgeholt haben. So sind wir im Dunkeln in den ziemlichen kalten Pool gesprungen um uns anschließend in der warmen Badewanne bei Kerzenlicht wieder aufzuwärmen. Einmal kitschig und romantisch muss schon sein :-) danach haben wir uns in unserem "Himmelbett" eingekuschelt und uns wirklich wie im Himmel gefühlt. 

















Samstag, 15. November 2014

Auf den Hund gekommen....

Sonnenhungrig sind wir früh aus dem Bett und direkt ins Meer gehüpft. Im Sonnenaufgang zu baden ist einfach herrlich und unsere Hunde waren auch sofort zur Begrüßung da: Blacky, Seeky und der Boss :-) 



Wurden natürlich auch zum Frühstück eskortiert und am Ende fiel sogar Speck und Toast noch für jeden ab! 


Ricardo ist dann mal losgegangen um einen Roller zu mieten, mit dem wir dann ein bischen über die Insel gefahren sind. Auf der Suche nach dem Wasserfall, sind wir abseits der Hauptstraße über eine zerfurchte Sandpiste gefahren die plötzlich recht steil wurde. Mein Mut und Heldentum hat mich sofort verlassen und wir mussten umdrehen. 


Wäre eh der falsche Weg gewesen, dieser ging zum Bottle Beach und wirklich jeder rät davon ab über Land dorthin zu fahren. Sind dann zum Had Saadet Wasserfall gefahren und dort etwas rumgekraxelt.


 Auch dieser Weg zum Strand war leider ohne Panzer unpassierbar und so sind wir an unseren Nachbarstrand gefahren. 
Vorher aber noch nen kurzen Abstecher auf den Berg um nen schönen Ausblick auf unsere Bucht zu bekommen. 


Hm, schwarze Wolken verheißen meist nix Gutes.... Wir haben's gerade noch geschafft, den Roller abzustellen und in die (zum Glück geöffnete) Bar zu kommen. Zur Abwechslung mal was gesundes trinkend haben wir auf das Ende gewartet und einem Kajakfahrer zugesehen, der sich durch den Monsun Richtung Strand gekämpft hat. Sind den Strand noch abgelaufen, aber hier war alles noch  zu und überall wurde gehämmert und gebaut. So sind wir wieder zurück an unseren Traumstrand und haben uns in die für Thailandverhältnisse riesigen Wellen geschmissen, das hat vielleicht Spaß gemacht :-) das Meer war nach dem letzten Gewitter extrem unruhig und es war erschreckend was die Wellen so alles an den Strand spucken.... Die Thais sind an dem Strand auch immer gleich ganz emsig dabei alles wegzuräumen und das machen die mehrmals am Tag mit Körben und Rechen bewaffnet. Als die Sonne hinter den Bergen am Verschwinden war sind wir zur Massage. Leider gabs gerade nur einen freien Platz und Ricardo hat mich hingeschickt. Einfach nur herrlich, eine Stunde mit kühlender Aloe massiert zu werden, dabei das Rauschen vom Meer zu hören und den Wind zu spüren.... Ricardo hat für heute auf die Massage verzichtet und so sind wir mit Seeky zusammen ins "Dorf" gelaufen. Der kleine ist einfach mit uns ins Restaurant gelaufen und hat es sich unterm Tisch gemütlich gemacht. Wir waren die Attraktion mit unserem Eskorthund und er hat auch nicht gebettelt sondern nur geschlafen. Als wir weitergezogen sind hat er sich genüsslich gestreckt und ist uns wieder nachgedackelt. Die Dorfhunde sind aber nicht so amused wenn die Strandhunde in ihr Revier eindringen und so waren wir ganz froh als Seeky nach einem Abstecher im nächsten Restaurant die Verfolgung eingestellt hat. Gegenüber der Luna Lounge (hatte leider noch zu) haben wir uns an ner kleinen Cocktailbar niedergelassen: coole Musik, gute Cocktails und nette Leute. 




Ich dachte allerdings mich trifft der Schlag als die Besitzerin auf einmal Atemlos aufgelegt hat!!!! Zum Glück war das der einzige musikalische Ausrutscher und so haben wir es doch auf 8 Cocktails gebracht - davon waren 6 Long Island Icetea und wer das Teufelszeug schon mal getrunken hat, kann sich sehr gut vorstellen wie unser Rückweg ausgesehen haben muss!


Seeky hat uns vor dem Bungalow schlafend erwartet und sich über die restliche Packung Pedigree sichtlich gefreut, musste er diesesmal doch nicht teilen :-) ich wollte unbedingt noch ins Meer hüpfen, aber zum Glück war Ricardo so vernünftig und hat mich nur noch ins Bett verfrachtet. Sekunden später waren wir auch schon eingeschlafen.....